Klassik Kart-Club Deutschland

im KCD 90

2026

Klassik Kart Meisterschaft zweiter Lauf in Bopfingen auf der Ostalb

Ihre Premiere auf der Breitwangbahn in Bopfingen, die mit 611 Metern eine der höchstgelegenen Bahnen in Deutschland ist, feierten die Klassik Kart Fahrer am vergangenen Wochenende.
Das rollende Museum war als Gastklasse bei der German Karting Series Light.
Die Klassiker waren ein Farbtupfer mit den old School Karts zwischen den modernen Maschinen, mussten sich aber auch mit den gefahrenen Zeiten nicht verstecken. Einzig das ungewohnte Anschieben (die meisten modernen Karts haben on Bord Starter) stellte die Helfercrew vor große Herausforderungen. Aber wenn die Stühle mal fuhren, dann machte die Bahn einen Riesenspaß.
Flüssige Streckenführung, guter Belag, viele unterschiedliche Kurven. Natürlich waren speziell die Schalterfahrer etwas aus der Puste, aber wir betreiben schließlich Motorsport.
Die äußeren Bedingungen waren perfekt, einzig der kalte böige Wind am Sonntag sorgte bei manchem Zeltbau zu „Nacharbeiten“. Der prognostizierte Regen blieb aus, so konnten die Regenschluffen im Hänger bleiben.
Zum Sportlichen Teil, die Niederländer sind als reisefreudig bekannt, und so waren viele die in der Vorwoche in Cerrina in Italien am Start waren, auch in die Ostalb gekommen.
In der Addition der beiden Wertungsläufe gewann Bart van den Hul aus den Niederlanden, auf Landia vor dem amtierenden Meister Marlon Mathei aus Duisburg und Chris Stek aus den Niederlanden.
Platz vier ging an den Pechvogel von Kerpen Thomas Kracht aus Blomberg vor Marcel Flens aus den Niederlanden.
Den sechsten Platz errang Thomas Reim, der die Bahn in Bopfingen noch aus seinen Sturm- und Drangzeiten kannte, vor Berthold Bermel, Burkard Ballhorn und Bessel Minderhoud, den beiden „Grandseigneurs“ des Schaltkart. Platz zehn ging an den rasenden Zahnarzt Jens Greif, der ein seltenes Swiss Hutless Vitesse Kart auf die Bahn brachte und der etwas mit den gut abgelagerten Reifen aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts haderte.
Also Fazit, Klassik Kart fahren macht Spaß und hält fit (auch die Anschieber), die Organisation der Bopfinger und GKS-Serienchef Jean Louis Capliuk war sehr professionell und mustergültig.
Unser Dank gilt auch den Sportwarten und Rennleiter Uwe Fuchs, als kleines Bonmot finde ich erwähnenswert, dass sofort nach Rennende die Transponder von Bianca Fuchs und ihrem Team eingesammelt wurden, eine nette Geste.
Die Klassiker fahren den dritten Lauf im hessischen Oppenrod am im Juni.

Bopfingen

Kohler, 04-26

 

Die Klassik Karter haben ihren zweiten Auftritt im schwäbischen Bopfingen

Der KCD 90 -und der Klassik Kart Club Deutschland sind am Wochenende als Gastklasse bei der German Karting Series light in Bopfingen zu Gast. Für die Klassik Kart Freunde ist das eine Premiere auf der Bahn im Schwäbischen.
Der zweite Termin bietet am Samstag freies Training und am Sonntag neben freiem Training und Quali zwei Läufe um die Deutsche Klassik Kart Meisterschaft. Da sich mittlerweile auch einige schnelle Niederländer an der Meisterschaft beteiligen, kann man fast von einer deutsch niederländischen Meisterschaft sprechen.
Teilnehmen können Klassik Karts die Baujahr 1988 und älter sind. Damit wird an die alten Zeiten erinnert, als es noch keine Plastikverkleidungen gab, und als noch die luftgekühlten 100 Kubikzentimeter Motörchen, die nicht viel mehr als etwas Stahlrohr, vier Räder, Bremse Tank und Sitz und Fahrer bewegen mussten. Auch Schaltkarts mit 125 Kubikzentimeter Motoren, die oftmals aus dem Motocross Sport kamen, aber auch spezielle Kartmotoren, wie die berühmten Mach 1 aus dem schwäbischen Brackenheim fahren mit. Das rollende Museum fährt im Gleichmäßigkeits- Modus, es siegt also der Fahrer oder die Fahrerin mit der geringsten Zeitabweichung bei den Rundenzeiten.
Also ein rollendes Museum, unverkleidete Karts, anschieben statt E-Starter, und trotzdem jede Menge Spaß und der Sound hochdrehender Zweitaktmotoren.
Es fühlt sich wie ein Gesundbrunnen an, wenn die lange eingemotteten und verloren geglaubten Schätze aus unserer Jugend, mit den klingenden Namen wie Birel, Swiss Hutless, Kali, Allkart, um nur ein paar zu nennen, wieder gekonnt bewegt werden.
Bopfingen ist heuer nach Kerpen die zweite Station in der 2026 er Klassik Kart Meisterschaft.
In Führung liegt derzeit der amtierende Meister Marlon Matei, Chris Stek und Berthold Bermel haben auch gut gepunktet und man darf gespannt sein wie die erst jetzt in die Meisterschaft eingreifenden Thomasse Kracht und Reim in Bopfingen aufgeigen. Besonders Kracht hat nach mehreren Motorschäden in Kerpen und entsprechender Punktediät natürlich noch Nachholbedarf. Wir dürfen auch wieder einige niederländische Kartkollegen begrüßen, die der Meisterschaft einen internationalen Touch geben.
Also alles angerichtet für großen Spaß mit kleinen Rädern in Bopfingen und Dank an Jean Louis Capliuk für die Fahrmöglichkeit.

Bopfingen

Kohler, 04-26

 

Saisonauftakt der Klassik Kartfahrer beim Frühjahrscup in Kerpen

Endlich konnten die Klassik Kart Enthusiasten wieder ihre Fahrzeuge unter Wettbewerbsbedingungen bewegen, und so traf man sich zum Frühjahrscup im Rahmen des neu geschaffenen Eifel Erft Cups auf der Traditionsbahn in Kerpen.
Wie meist in Kerpen wird das Feld der Klassiker durch unsere niederländischen Kollegen ergänzt, die ebenfalls Gefallen an der anspruchsvollen Strecke gefunden haben.
So waren unter anderem die Landia „Werksmannschaft“ mit Bart van den Hul und Ethan van Kouwen sowie Birel-Glüher und Kerpen Intimus Chris Stek, Marcel Flens, Rian Kok und Vorjahres Sieger Kay Simons mit von der Partie.
Das Wetterspielte bestens mit und lieferte mit einem blitzsauberen und sonnigen Frühlingstag den perfekten Rahmen für den Saisonauftakt.
Im Zeittraining konnte Chris Stek die schnellste Zeit vor Thomas Kracht und Marcel Flens markieren. Auf den vierten Platz kam Vorjahressieger Kay Simons mit seinem siebziger Jahre Zip Kart. Dahinter belegte der amtierende Klassik Kart Meister Marlon Mathei den fünften Platz.
In den drei Wertungsläufen nach dem Gleichmäßigkeitsformat machte Mathai dann die Sache klar, nach dem zweiten Platz im letzten Jahr folgte heuer die Steigerung aufs oberste Podest. Platz zwei ging an Marcel Flens der die Oranje Farben hochhielt, vor dem ebenfalls aus Holland angereisten Rian Kok, der mit drei blitzsauberen Fahrten den dritten Platz belegen konnte. Platz vier ging an den Tagesschnellsten Chris Stek vor Berthold Bermel aus Krefeld.
Platz sechs belegte Ethan van Kouwen vor David Driessen und Andreas Kohler. Auf Rang neun landete Bart van den Hul und den zehnten Platz belegte Pechvogel Kay Simons, der sich beim Fahren eine Rippe brach und nicht alle Läufe fahren konnte.
Überhaupt das Pech traf diesmal einige Kollegen und die Motorenbauer dürfen sich auf ordentlich Arbeit einstellen. Besonders hart traf es Thomas Kracht, der drei Motorschäden zu beklagen hatte. Aber auch Bart van den Hul musste mehrmals in die Motorenkiste greifen. Auch Vater und Sohn Minderhoud aus Ludwigshafen erwischte es knüppeldick. Bereits nach dem Aufwärmtraining war Einpacken angesagt, so ging bei Bessel die Hinterachse und bei Valentijn der Kurbelzapfen in die ewigen Jagdgründe, aber zum Glück im Unglück ohne größere Kollateralschäden.
Was gab es sonst noch? Die Klassik Karter fuhren mit Trauerflor zu Ehren der unlängst verstorbenen und schmerzlich vermissten Clubkameraden Piet Füssel und Gerhard Raab.
Die Kerpener Organisatoren schafften es trotz diverser unfallbedingter Verzögerungen den Zeitplan mit drei Wertungsläufen noch im Zeitrahmen einzuhalten und auch Rennleitung und Flaggenposten waren sehr gut disponiert.
Gerne würden die Klassiker auch wieder in Dahlem fahren, das war ein häufig gehörter Wunsch im Fahrerlager.
Für die Klassiker geht es dafür am 19. April nach Bopfingen, dort im Rahmen der GKC light Serie.

Kerpen0326

KKCD Kohler03/26

 

Saisonstart der Klassik Kart Rennsportler in Kerpen beim Frühjahrscup

Gespannt fiebern die Fahrer des KKCD dem Saisonstart entgegen. Endlich dürfen am kommenden Wochenende beim Frühjahrsmeeting in Kerpen wieder die Schieber richtig aufgerissen werden.
In der Steinheide gibt es wieder ein Stelldichein der Klassik Kart Freunde.
„When the flag drops, the bullshit stops“ pflegte schon der frühere Formel 1 Zampano Bernie Ecclestone zu sagen, soll meinen, jetzt ist genug geschraubt, es geht wieder auf die Strecke.
Für die Klassik Kart Meisterschaft darf man sich wieder auf einen Generationenvergleich einrichten, fast wie in der Formel 1. Konnte doch der unwesentlich jüngere als der China Sieger Antonelli Marlon Mathei die Meisterschaft zweimal in Folge für sich entscheiden.
Und dabei die arrivierten Altvorderen wieder hinter sich lassen.
Marlon ist auch in einem Nachwuchsprogramm, aber der Sport mit Klassik Karts könnte in Bezug auf den Budgeteinsatz und die Aufmerksamkeit kein größerer Kontrast zum Glitzer Glamour Getöse der Formel 1 sein.
Hier Zelt mit Grillwurst, dort Hospitality mit Schnittchen. Aber beim Spaß und beim Erlebniswert sind die Unterschiede nicht so groß. Klar, der Vergleich hinkt, aber ich glaube manchmal säße ein Formel 1 Star lieber bei Berti im Zelt bei der Grillwurst, als dauernd im Medienhype.
So viel zum Ausflug in die große weite Rennwelt, bei uns geht es einfach noch bodenständig zu, die Konkurrenz für Marlon sind wieder die üblichen Verdächtigen, die Herren Kracht, Frauenrath Bermel und vor allem die starke Oranje Fraktion mit Kerpen Dauersieger Kay Simons, Bart van den Hul, Chris Stek und Marcel Flens wird dem Jungspund das Feld nicht ohne weiteres überlassen. Vielleicht kommt auch der Altmeister Bessel Minderhoud wieder zum Zug.
Aber lassen wir uns überraschen und freuen uns auf den Saisonstart, nach Kerpen folgen noch Bopfingen, Oppenrod, Hahn Wildberger Hütte, Gerolzhofen und zum Abschluss geht es diesmal nach Wittgenborn.
Und so freuen wir uns auf großartigen Sport mit den luftgekühlten Karts, lassen dabei das Gute der alten Zeiten wieder aufleben.
Man kann die klassischen Mach1, Allkart, Birel, Hutless wieder in freier Wildbahn in artgerechter Darbietung bewundern.

kart 1

KKCD Ko-03-26

 

Als die kleinen Renner flügge wurden

Von den Anfängen des Kartsports in Deutschland
Zum Start in die Klassik-Kartsaison 2026 möchten wir Sie auf eine Zeitreise mitnehmen.
Wir schreiben das Jahr 1960 und nach Petticoat und Rock and Roll schwappt eine weitere Welle aus Amerika nach Deutschland herüber.
In Deutschland gab es fünfzehn Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs noch jede Menge amerikanischer Garnisonen mit vielen Soldaten, die das Kart Hobby aus den USA kannten und es auch in Europa an ihrem Standort ausüben wollten.
Besonders im Frankfurter Raum bildete sich so etwas wie ein Hot Spot des Kartsports.
Im Februar 1960 wurde in Wiesbaden der Go-Kart Club von Deutschland im AvD als Dachverband gegründet.
Dieser legte auch das erste technische Reglement fest, Zweitaktmotoren mit 100 und 200 Kubikzentimetern, und die groben Abmaße wurden damals vorgeschrieben, vieles war noch nicht reglementiert.
Am 24 April 1960, genauer am 26. April fand in Wiesbaden das erste offizielle Kartrennen in Deutschland statt. Permanente Kartbahnen gab es noch nicht.
Die Karts waren noch recht rustikal aus schweren Winkeleisen und Rohren zusammengebaut. Die Motoren stammten meist von Ilo und Stihl und waren ursprünglich für Baumaschinen oder Baumsägen entwickelt worden. Die Leistung eines Motors mit 100 Kubikzentimetern lag bei ca. 6 PS, die 200 Kubik Karts hatten dann zwei Motoren, so konnte man auch am Wochenende mit einem Kart in zwei Klassen fahren.
Antrieb mit Kette, anfangs nur auf ein Hinterrad, die Bereifung war ursprünglich für Sackkarren und Kleinfahrzeuge gedacht, die Chassis kamen hauptsächlich von Hako (Koch Bad Oldesloe), Ihle (Bruchsal) und Hess (Wixhausen).
Die Geschichte der Firma Hess möchten wir einmal näher beleuchten.
Hermann Hess aus Darmstadt, Jahrgang 1928 betrieb im Hessischen Darmstadt Wixhausen eine Motorradwerkstatt.
Durch den Kontakt zu im Frankfurter Raum stationierten GI s kam er Ende der Fünfzigerjahre in Kontakt mit dem Kartsport.
Bekanntermaßen wurden die ersten Go-Karts im Jahre 1956 von Art Ingels in den USA gebaut und die Bewegung kam auch über den großen Teich zu uns nach Europa.
Schnell erkannte der pfiffige und versierte Techniker das Potenzial der kleinen Renngeräte und nachdem man anfangs die US Karts nachgebaut hatte, wurden nach und nach eigene Rahmen gebaut.
Zug um Zug wurde die Produktion verfeinert, Schweißvorrichtungen gebaut und immer mehr wuchs die Kartproduktion zu einem Standbein des mittlerweile auch mit Automobilen, speziell der Firma Opel handelnden Hess.
Nicht nur Bauen, sondern auch Fahren hieß das Motto und so war Hermann Hess auch bei den Anfängen der ersten Kartrennen mit von der Partie. Sehr früh konnte er auch Adolf Neubert für den Kartsport begeistern. Neubert war damals als Fuhrparkleiter bei der Firma Wolf Keksfabrik in Darmstadt (auch bekannt als Wolf Bergstraße) beschäftigt und fand schnell Gefallen an den schnellen kleinen Flitzern.
Das galt sowohl beim Fahren und immer häufiger konnte der jüngere Neubert den erfahrenen Hermann Hess hinter sich lassen.
Ausserdem expandierte das Kartgeschäft, das in den sechziger Jahren einen großen Aufschwung nahm, und Hess betrieb eine stetige Verbesserung und Weiterentwicklung seiner Renner.
Cleverer Weise hatte sich Hess die Unterstützung von Studenten der Fachhochschule Darmstadt gesichert, die auch die notwendigen Konstruktionszeichnungen und Berechnungen angefertigt haben und im Dunstkreis seines Rennteams ihre Kenntnisse im Maschinen- und Fahrzeugbau praktisch vertieften.
Hess setzte ähnlich wie sein Konkurrent Ihle aus Bruchsal auf Bauteile aus dem damals noch relativ neuen glasfaserverstärkten Polyesterharz.
So war ab 1963 der Sitz mit integriertem Kraftstofftank aus Glasfaserkunststoff gefertigt. Ebenso war die Bodenplatte aus Kunststoff.
Früher war es auch noch einfacher die Karts außerhalb einer Kartbahn zu Testzwecken zu bewegen, es störte wenig Leute, wenn man die Fahrzeuge in freier Wildbahn auf Parkplätzen oder ruhigen Straßen ausfuhr. Heute wäre das undenkbar und würde schwere juristische Komplikationen nach sich ziehen.
Viele der Karts wurden an wohlhabende Kunden verkauft, die damit auf ihrem Privatgelände entweder selbst fuhren, oder ihre Kinder oder Enkelkinder schon früh mit dem Motorsport infizierten.
Auch wurden Bausätze verkauft, die die Kunden dann selbst montierten, bzw. ihre jeweiligen Motoren einbauten.
Die Rennszene war damals noch rustikal unterwegs, so fuhr man in Ermangelung von permanenten Rennstrecken oft auf Parkplätzen oder Flugplätzen. Die Karts wurden im PKW transportiert und man schraubte oft unter freiem Himmel und unter heute kaum mehr vorstellbaren Bedingungen. Durch den Kartboom wurden aber im Verlauf der Sechzigerjahre permanente Strecken gebaut. So in Kerpen, (Horrem), Oppenrod, Liedolsheim, um nur einige zu nennen.
Der Höhepunkt der Kartproduktion bei Hess war bis ca. 1964. Der Kartsport wurde internationaler und speziell in Frankreich und Italien entstanden ebenfalls professionelle Firmen, wodurch der Entwicklungsaufwand immer größer wurde, um noch in dem Geschäft konkurrenzfähig zu bleiben.
Da auch die individuelle Motorisierung in Deutschland einen rasanten Boom erlebte zog sich Herrmann Hess aus dem Kartgeschäft zurück. Er überließ seine Vorrichtungen, Unterlagen und restlichen Teile seinem engsten Mitarbeiter Adolf Neubert, der weil vom Kartvirus befallen, zuerst die eigenen Karts weiterentwickelt hat, aber auch schnell die siegreichen Marken, wie Birel, Parilla usw. nach Deutschland importierte und an Kartenthusiasten verkaufte. Seine Firma Eurokart im hessischen Otzberg wurde zu einem klangvollen Namen in der Kartsportszene und kein Geringerer als der siebenmalige Formel Eins Weltmeister Michael Schumacher aus Kerpen fuhr, einst für Adolf Neuberts Team Eurokart.
Doch zurück zu Hermann Hess. Er baute sein Opel Autohaus weiter aus und baute und restaurierte alte Motorräder und Autos und sogar Flugzeuge. Zeitlebens war er von der Technik fasziniert und liebte deren Herausforderungen.
Hermann Hess starb im Jahre 2015 im Alter von 87 Jahren.
Sein Sohn Rainer bewahrt die Erinnerung an die Zeit als die kleinen Rennwagen das Laufen lernten und der Kartsport in Deutschland Fahrt aufnahm.
Damit die Geschichte lebendig bleibt, hat sich der Klassik Kartclub Deutschland auf die Fahnen geschrieben, die Kartgeschichte lebendig zu halten. So laufen noch immer Karts der Firma Hess und anderer Fabrikate, und werden auch aktiv auf Kartbahnen und Kartsport Treffen im In- und Ausland bewegt.
Dies soll auch durch eine Steigerung der Fahrmöglichkeiten für die Kart «Ur»- modelle erreicht werden.
So wurden bereits im letzten Jahr beim Klassik Kart Pokal in Oppenrod anlässlich des 60-jährigen Bahnjubiläums Demonstrationsfahrten mit den Karts aus der Kart Gründerzeit gemacht, und im Club werden derzeit einige der ganz alten Schätze für die Bahn vorbereitet.
Getreu dem Motto des Klassik Kart Clubs, dass die Fahrzeuge auch in ihrem natürlichen Habitat auf der Kartbahn bewegt werden sollen.
Der Klassik Kartclub ist Bestandteil des KCD 90 des Kartclub Deutschland 90, dem Nachfolger des oben erwähnten und vor 66 Jahren gegründeten Go-Kart Clubs von Deutschland.
Die Erhaltung und Würdigung dieses wichtigen Teils der Motorsportgeschichte ist der Hauptzweck des Klassik Kart Clubs Deutschland, der jedes Jahr auch eine Klassik Kart Meisterschaft ausrichtet.

In diesem Jahr findet erneut in ganz Deutschland von Kerpen über Bopfingen, Oppenrod, Hahn Wildberger Hütte, Gerolzhofen und Wittgenborn wieder eine Klassik Kart Meisterschaft, die im Gleichmässigkeits- Format ausgefahren wird mit sechs Wertungsläufen statt.
An dieser Stelle möchten wir noch an den Kartfahrer und Kartkenner Botho G. Wagner erinnern, der dem Kartsport zeit seines Lebens aufs Engste verbunden war und der nicht nur viele Rennen als Fahrer, Streckensprecher und Herausgeber der Zeitschrift Karting begleitet hat, sondern der auch ein erfolgreicher Strippenzieher (heute würde man Influencer sagen) des Deutschen Kartsports war.

Hermann Hess war auch als Rennfahrer erfolgreich, hier bei einem Rennen in Frankfurt
Hermann Hess war auch als Rennfahrer erfolgreich, hier bei einem Rennen in Frankfurt

Aus der Anfangszeit circa 1960 noch mit teilweise aus heutiger Sicht skurrilen Lösungen wie dem Lenker
Aus der Anfangszeit circa 1960 noch mit teilweise aus heutiger Sicht skurrilen Lösungen wie dem Lenker

Hess Kart aus den frühen Sechzigerjahren
Hess Kart aus den frühen Sechzigerjahren

Hess Kart in der Ausführung von 1963, fabrikneu
Hess Kart in der Ausführung von 1963, fabrikneu

Die Klassik Kart Saison 2026 bietet wieder viele Fahrmöglichkeiten (hier Gerolzhofen)
Die Klassik Kart Saison 2026 bietet wieder viele Fahrmöglichkeiten (hier Gerolzhofen)

Hier die

Termine Klassik Kart Meisterschaft Saison 2026

1. Lauf: 21. und 22. März in Kerpen
2. Lauf: 18. und 19. April in Bopfingen
3. Lauf: 13. und 14. Juni in Oppenrod
4. Lauf: 27. und 28. Juni in Hahn Wildberger Hütte
5. Lauf: 18. und 19. Juli in Gerolzhofen
6. Lauf: 15. und 16. August in Wittgenborn

KCD 90/Kohler-01-2026
Bilder KKCD, Oberländer